Die moderne Arbeitswelt leidet unter einer erheblichen Kompetenzfehlanpassung – viele Menschen verfügen nicht über die Fähigkeiten, die in ihren Jobs gefragt sind, während gleichzeitig offene Stellen mangels qualifizierter Kandidaten unbesetzt bleiben. Laut einer Untersuchung der Boston Consulting Group arbeiten weltweit über 1,3 Milliarden Menschen in Jobs, für die sie entweder über- oder unterqualifiziert sind. Bereits jeder Dritte in OECD-Ländern war schon vor der Pandemie in einem Beruf tätig, der nicht zu seinem Ausbildungsfeld passt. Die Folgen dieses Missverhältnisses sind enorm: Im Jahr 2018 betrug der weltweite Wohlstandsverlust durch fehlangepasste Kompetenzen schätzungsweise 8 Billionen US-Dollar – etwa 6 % der globalen Wirtschaftsleistung. Ohne Gegenmaßnahmen könnte sich dieser „Skill-Tax“ bis 2025 auf bis zu 11 % des globalen BIP erhöhen.
Dieses ungenutzte Potenzial offenbart eine klare Handlungsnotwendigkeit. Durch systematisches Upskilling und Reskilling ließe sich ein immenser wirtschaftlicher Gewinn realisieren. Die Weltwirtschaft könnte bis 2030 um 11,5 Billionen US-Dollar wachsen, wenn die Qualifikationslücken geschlossen würden. Gleichzeitig prognostiziert das Weltwirtschaftsforum, dass durch Automatisierung und digitale Transformation bis 2030 rund eine Milliarde Menschen weitergebildet oder umgeschult werden müssen. Initiativen wie die Reskilling Revolution des WEF, die zum Ziel hat, bis 2030 eine Milliarde Menschen zu qualifizieren, sowie nationale Strategien wie die Nationale Weiterbildungsstrategie (NWS) in Deutschland, unterstreichen den hohen Stellenwert von Lebenslangem Lernen. Die NWS zielt darauf ab, eine „neue Weiterbildungskultur“ zu etablieren, in der kontinuierliche berufliche Weiterbildung als lebensnotwendig verstanden wird. Dies soll die Beschäftigungsfähigkeit sichern, Fachkräftebasis und Innovationsfähigkeit stärken sowie Aufstiegsmöglichkeiten für breite Bevölkerungsschichten schaffen.
Kompetenzmobilität – also die Möglichkeit, Fähigkeiten und Abschlüsse problemlos über Branchen und Ländergrenzen hinweg einzusetzen – wird in diesem Kontext immer wichtiger. Hier liegt ein enormes volkswirtschaftliches Potenzial brach: Können Talente dort eingesetzt werden, wo sie gebraucht werden, profitieren Unternehmen, Beschäftigte und ganze Volkswirtschaften gleichermaßen. Doch bislang fehlen oft die Instrumente, um Qualifikationen international vergleichbar und für Arbeitgeber sichtbar zu machen.
Genau an dieser Stelle setzen SupraGraph und das Open Skills Consortium an.
Wir befinden uns aktuell in der formalen Aufbauphase des Open Skills Consortium und sprechen gezielt ausgewählte Partner an, die sich eine aktive Mitwirkung vorstellen können.
Vor diesem Hintergrund fragen wir Sie, ob Sie grundsätzlich Interesse hättet, sich am Open Skills Consortium zu beteiligen – entweder als aktives Mitglied oder mit punktueller inhaltlicher Mitwirkung in Arbeitsgruppen und Pilotprojekten.
Für den nächsten Schritt benötigen wir eine unverbindliche Absichtserklärung (Letter of Intent) zur Teilnahme bzw. aktiven Mitwirkung.
Schreiben Sie uns an info@supratix.com




